Am 4. Februar muss Halbschwergewichts-Europameister Eduard Gutknecht (22-1, 9 K.o.´s) in Frankfurt am Main zur Pflichtverteidigung gegen Vyacheslav Uzelkov (25-1, 16 K.o.´s) antreten. Viele Box-Experten räumen dem ukrainischen Herausforderer in der Fraport Arena durchaus Siegchancen ein, schließlich blickt er auf eine erfolgreiche Amateur-Laufbahn zurück. Auch bei den Berufsboxern lief es fast immer gut. Nur eine Niederlage, im Jahr 2010 beim Kampf um die WBA-Weltmeisterschaft gegen Beibut Shumenov, kassierte er. Wie Uzelkov - derzeit bei allen wichtigen Box-Weltverbänden in den Top-15 der Ranglisten vertreten - seine Chancen sieht, Gutknecht als Europameister zu entthronen, verrät er im Interview.
Herr Uzelkov, am 4. Februar greifen Sie gegen Eduard Gutknecht nach dem EM-Titel. Wie sehen Sie Ihre Chancen in dem Kampf?
Vyacheslav Uzelkov: Gutknecht ist ein starker Gegner. Wäre er schwach, hätte es nicht zum Gewinn der Europameisterschaft gereicht. Deshalb nehme ich den Kampf sehr ernst und bereite mich, so gut es geht, vor.
Wie sieht das denn aus?
Vyacheslav Uzelkov: Ich habe mir ein paar seiner jüngsten Kämpfe angeschaut und dabei sehr genau auf seinen Box-Stil geachtet. Er ist wirklich ein sehr versierter und erfahrener Kämpfer. Ansonsten möchte ich noch nicht so viel sagen. Statt im Vorfeld viel zu reden, will ich lieber meine Fäuste im Ring sprechen lassen.
Wo haben Sie sich auf den Kampf vorbereitet?
Vyacheslav Uzelkov: In Winnyzja. Ich habe in meiner Heimatstadt auch gleich den besten Coach, das ist Vitaliy Vdovkin. Wir trainieren im „Lokomotiv-Gym" von Winnyzja. In der Stadt lebe ich auch mit meiner Familie.
Wie wichtig ist der EM-Kampf in Frankfurt für Sie?
Vyacheslav Uzelkov: Das ist ein ganz bedeutender Fight. Es ist wichtig für meine Laufbahn, den EM-Titel zu erobern. Deshalb setze ich auch viele Hoffnungen in den Kampf. Ein Erfolg würde mich in den Weltranglisten der wichtigsten Box-Weltverbände ganz weit nach vorn bringen. Bei einem Sieg würde ich meinem Ziel, Weltmeister zu werden, einen großen Schritt näher kommen. Für mich ist der EM-Titel ein Meilenstein zum WM-Kampf.
Einmal, im Juli 2010, haben Sie ja schon um den WM-Titel der WBA gekämpft und gegen Beibut Shumenov einstimmig nach Punkten verloren. Denken Sie noch häufig daran?
Vyacheslav Uzelkov: Nein, ich bin nicht der Mensch, der schaut, was geschehen ist. Denn ich glaube, es bringt nichts, in der Vergangenheit zu leben. Für mich zählen die Gegenwart und die Zukunft. Die Niederlage damals war schmerzhaft, doch ich habe das bereits abgehakt meine Kämpfe danach alle gewonnen. Das Leben geht weiter.
Eintrittskarten für die Veranstaltung am 4. Februar in Frankfurt sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet bei www.boxen.com und www.eventim.de erhältlich.
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