Am 14. Januar ist es endlich so weit: Arthur Abraham (32-3, 26 K.o.´s) kehrt in den Ring zurück. Und schon jetzt mobilisiert der Comeback-Fight in der Baden-Arena in Offenburg die Massen ? das war auch am Sonntag beim öffentlichen Pressetraining in Rust deutlich spürbar. Annähernd 1.000 Schaulustige hatten den Weg in den Europa-Park Dome gefunden, um sich selbst einen Eindruck von der Form Abrahams zu verschaffen. Der 31-Jährige zeigte sich dann auch bestens für den Kampf gegen den Argentinier Pablo Oscar Natalio Farias (19-1, 11 K.o.´s), der am Montag anreisen wird, gerüstet. Nachdem er eine Weile Seil gesprungen hatte, legte er an den Pratzen von Erfolgscoach Ulli Wegner langsam los. Als er in der dritten Runde so richtig warm war, ließ sich schon erahnen, welch harte Hände seinen 24-jährigen Gegner am Samstag erwarten.
An das Blitzlichtgewitter für einen Sieger konnte er sich bei seinem Auftritt in Rust auf alle Fälle schon mal wieder gewöhnen. Denn neben mehreren TV-Teams und schreibenden Redakteuren waren auch zahlreiche Fotografen gekommen, um sich ein Bild von der aktuellen Leistungsstärke des früheren Weltmeisters zu machen. ?Da will ich wieder hin. Dieses Gefühl, erfolgreich oder Weltmeister zu sein, ist für einen Sportler das Größte.?
Besonders freute Abraham, dass das Interesse an seinem Kampf so groß sei. Und das ist in der Tat so. Schon jetzt ist die Box-Nacht in der Baden-Arena mit 4.000 Zuschauern restlos ausverkauft. ?Es ist schön, dass heute so viele Menschen zum Training nach Rust gekommen sind und dass mir so viele am Samstag in Offenburg die Daumen drücken?, sagte Abraham. Und Coach Ulli Wegner versprach, man wolle die Fans nicht enttäuschen.
Das gilt sicherlich auch für den WM-Herausforderer Henry Weber (15-0-1, 3 K.o.´s), der bei der gleichen Veranstaltung den WBO-Weltmeister im Super-Mittelgewicht Robert Stieglitz (40-2, 23 K.o.´s) herausfordert. ?Das ist eine große Chance für mich. Die will ich nutzen?, so der 23-Jährige. Dass er auf alle Fälle den Willen dazu hat, zeigte der Stralsunder schon am Sonntag. Wohl noch nie hatte man Weber in so einem guten Zustand gesehen.
Ob es dafür reicht, den haushohen Favoriten Robert Stieglitz zu entthronen, ist ungewiss. Denn der in Magdeburg lebende Titelverteidiger präsentierte sich vor den Augen der Medienvertreter und Box-Fans ebenfalls in einer großartigen Verfassung. ?Henry ist ein junger Profi. Er ist extrem motiviert und wird alles versuchen. Aber ich denke, ich werde meine Stellung als Weltmeister untermauern können?, so der 30-jährige Stieglitz, der von Dirk Dzemski trainiert wird.

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