Wussten Sie, dass vor Ihrer Haustüre grünes Gold liegt? Die Wälder und Forste rund um die bayerischen Kommunen sind nicht nur grüne Lungen. Sie produzieren einen Wertstoff, der es sogar bis in Münchens modernstes Museum geschafft hat.
Dort, in der Pinakothek der Moderne, liegt derzeit ein beeindruckender Baumstamm mitsamt seinem Wurzelballen. Er ist kein gefallener Riese, sondern eine Einladung für alle, die wissen wollen, wie Holz das Leben auf diesem Planeten bereichert.
Es reicht nicht, wenn nur Fachleute den Stellenwert der „Forst- und Holzwirtschaft“ kennen und wissen, warum naturnahe Waldbewirtschaftung für die Wälder überlebenswichtig ist. Jeder sollte es wissen und schätzen. Die Wertschöpfungskette und der Kreislauf „Forst und Holz“ ist eine der Hauptaussagen der Ausstellung. Was aber die heutige Architektur mit Holz alles realisieren kann und wie Holzarchitektur die Städte prägen kann, das zeigt die Ausstellung in besonderer Weise. Zukunftsfähige Bauweisen, neue Holzbaustoffe, durchdachte Erfindungen und Architekten, die dem Ganzen ein Gesicht geben – das alles ist in München zu sehen. Und man kann auch nachvollziehen, was mit Holzhäusern geschieht, deren Leben vorüber ist. Die gesamte Bandbreite aus Ökologie, Klimaschutz und wirtschaftlicher Bedeutung ist ausgestellt.
Holzbau ist der Weg in die Zukunft – nicht nur in herausragender Architektur, sondern ganz besonders im täglichen Umfeld, im ländlichen Raum. Warum das so ist, und wie der gesamte ländliche Raum am grünen Gold teilhaben kann, das versteht man, wenn man die Ausstellung gesehen hat. Unbedingt sehenswert noch bis zum 5. Februar in der Pinakothek der Moderne in München: „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ (ggb)

Foto: Stephan Stuemer
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