Schlägt der Nordic Nightmare Helenius auch den dritten Ex-Weltmeister?

Für Robert Helenius läuft es wie am Schnürchen. 15-mal stand er als Profi im Ring, 15-mal siegte er. Durch seine Erfolge rückte er inzwischen auf Platz zwei der WBO- und Position drei der IBF-Weltrangliste vor. Einige Experten trauen dem 27-Jährigen zu, in die Fußstapfen der Klitschko-Brüder zu treten und Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Doch bis zur Thronfolge ist es noch ein weiter Weg. Zunächst einmal muss sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner am 27. August in Erfurt gegen Siarhei Liakhovich behaupten. Wie uns Helenius im Gespräch verrät, hat er sich hervorragend auf den Kampf um die WBA- und WBO-Intercontinental Meisterschaft vorbereitet.

Herr Helenius, im Januar 2010 besiegten Sie den früheren WBO-Schwergewichts-Champion Lamon Brewster. Am 2. April dieses Jahres kämpften Sie gegen Ex-WBC-Weltmeister Samuel Peter und gewannen ebenfalls vorzeitig. Jetzt bekommen Sie den früheren WBO-Titelträger Siarhei Liakhovich vor die Fäuste. Woher nehmen Sie das Selbstvertrauen, um gegen so große Namen zu bestehen?
Robert Helenius: Es gibt keinen Grund, warum ich unsicher sein sollte. Ich bereite mich gut auf meine Kämpfe vor und bringe gewisse Fertigkeiten mit. Von meiner Seite aus ist damit alles getan. Ein gewisses Risiko bleibt aber immer. Im Schwergewicht kann ein Treffer entscheiden - für, aber auch gegen mich. Ich muss also ständig wachsam sein.

Sind Sie denn gar nicht nervös?
Robert Helenius: Meine Leistungen im Training und im Sparring wurden immer besser. Deshalb kann ich selbstbewusst sein und bin sehr zuversichtlich, dass ich gewinne. Aber mir ist klar, dass Liakhovich noch einmal um den WM-Titel boxen will. Dazu müsste er gegen mich gewinnen. Aber das schafft er nicht. Das Publikum kann sich auf einen packenden Schwergewichtsfight freuen.

Liakhovich ist ein erfahrener Schwergewichtler. Er stand als Profi schon mit so namhaften Leuten wie Nikolai Valuev, Shannon Briggs, Lamon Brewster oder Dominick Guinn im Ring. Ist das ein Nachteil?
Robert Helenius: Erst einmal freue ich mich, dass ich längst in Einklang mit so bekannten Namen genannt werden kann. Und obwohl ich vielleicht noch nicht ganz so viel Erfahrung habe, konnte ich ja auch schon ein paar äußerst namhafte Gegner schlagen. Liakhovich soll jetzt der nächste in der Reihe sein und ich bin optimistisch, dass mir das gelingt. Dennoch sollte man ihn nicht unterschätzen. Für Siarhei Liakhovich ist der Kampf gegen mich eine riesige Chance. Falls er gewinnen würde, wäre er in den Weltranglisten auf einen Schlag wieder ganz vorne mit dabei.

Sicher gibt es aber Punkte, die für Sie sprechen…
Robert Helenius: Ja, natürlich. Ich bin viel größer als er. Das heißt, ich kann den Kampf mit der Führhand lenken. Bisher bin ich bei den Profis ungeschlagen. Es gibt also keinen Grund, warum ich mir Sorgen machen müsste.

Wie wichtig ist Trainer Ulli Wegner für Ihre Entwicklung?
Robert Helenius: Herr Wegner spielt als Trainer eine sehr wichtige Rolle. Er gibt mir viele kluge, taktische Hinweise. Dadurch wird man sicherer. Er ist aber gewissermaßen auch der Motor meines Erfolges. In Finnland hatte ich früher nicht so gute Trainingsmöglichkeiten wie bei ihm.

Sagen Sie uns, wie Sie sich auf ihren Kampf vorbereitet haben...
Robert Helenius: Zunächst haben wir in Kienbaum und im Berliner Max-Schmeling-Gym trainiert. Dort standen Kraft und Kondition im Vordergrund. Danach ging es ins Trainingslager auf die Insel Usedom. In Zinnowitz an der Ostsee absolvierte ich meine Sparringsphase.

Sie standen ja schon im letzten Jahr in Erfurt im Ring. Wie hat es Ihnen gefallen?
Robert Helenius: Erfurt ist für mich definitiv eine Reise wert! Das ist eine schöne Stadt. Ich bestritt im August 2010 in der Messehalle meinen Kampf um die EU-Meisterschaft. Das war mein erster internationaler Titelkampf. Das Publikum hat mich großartig unterstützt und am Ende gewann ich gegen Gregory Tony vorzeitig. Das war für meine Entwicklung ein ganz wichtiger Kampf.

Eintrittskarten für die Boxveranstaltung am 27. August in der Messehalle Erfurt - dort stehen sich am gleichen Abend auch Alexander Povetkin und Ruslan Chagaev um die WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht gegenüber - sind über die telefonischen Ticket-Hotlines 01805-570044 und 0180-5055505 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) sowie im Internet bei www.eventim.de, www.ticketshop-thueringen.de und www.boxen.com erhältlich.

Tags:
boxen, Helenius, Nordic Nightmare, Schwergewicht, sport
Datum:
Mittwoch, 17. August 2011, 11:07 Uhr
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