Sylvester: Das ist kein Kampf wie jeder andere

Für Sebastian Sylvester (34-3-1, 16 K.o.´s) steht am 7. Mai in Neubrandenburg die nächste Titelverteidigung auf dem Programm. Der Kampf im Jahnsportforum ist eine ganz besondere Sache für den 30-jährigen „Hurrikan“. Schließlich steigt er gegen die Nummer eins der IBF-Weltrangliste, den australischen Pflichtherausforderer Daniel Geale (24-1, 15 K.o.´s) in den Ring. Der IBF-Weltmeister baut in dem Kampf erneut auf die Unterstützung der Publikums. Schließlich stand er schon fünfmal im Jahnsportforum im Ring und wurde dabei nie besiegt…

Herr Sylvester, am 7. Mai steht der Kampf gegen Daniel Geale an. Auf was für einen Kampf kann sich das Publikum einstellen?
Sebastian Sylvester: Das könnte ein Kampf auf Biegen und Brechen werden. Daniel Geale ist die Nummer eins der IBF-Weltrangliste. Er hat bisher 25 Profikämpfe bestritten. Zwar weist sein Kampfrekord eine einzige Niederlage aus, doch auch diesen Kampf - das war im Mai 2009 gegen Anthony Mundine - hat er aus meiner Sicht gewonnen. Er ist also quasi ungeschlagen.

Würden Sie sagen, es wird der bislang schwerste Fight ihrer Laufbahn?
Sebastian Sylvester: Naja, das ist im Vorfeld schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es kein Kampf wie jeder andere. Ich musste die letzte Titelverteidigung aufgrund einer Viruserkrankung absagen und habe lange mit dem Training ausgesetzt. Die Vorbereitung für diesen Kampf war für meine Verhältnisse entsprechend kurz und dazu ist der Gegner als Nummer eins der Weltrangliste besonders stark einzuschätzen. Für mich hieß das, von der Psyche her erst einmal den Hebel umzulegen. Doch als ich mich dann damit arrangiert hatte, lief es sehr gut. Ich boxe zu Hause und habe das Publikum im Rücken. Jeder weiß, dass ich alles daran setzen werde, den WM-Gürtel in meinem ’Wohnzimmer’ Jahnsportforum zu verteidigen. Und ich werde versuchen, die Zuschauer zu überzeugen.

Haben Sie aufgrund des guten Wetters oft draußen trainiert?
Sebastian Sylvester: Ich bin ja eigentlich eher ein Hallensportler. Natürlich gab es gerade am Anfang der Vorbereitung viele Läufe, aber da war das Wetter in Deutschland noch nicht so gut. Dennoch ist die Sonne gut für das Gemüt. Manchmal ärgert man sich aber auch als Sportler, weil man lieber ein Eis essen würde, anstatt zu trainieren.

Waren Sie mit Ihrer Vorbereitung zufrieden?
Sebastian Sylvester: Es war für meine Verhältnisse eine kurze Vorbereitung - die kürzeste, die ich vor einem WM-Kampf hatte. Auf der anderen Seite musste ich mich deshalb gleich zu Beginn am Riemen reißen. Somit war die Qualität des Trainings sehr gut und ich habe den Eindruck, dass alles gut gelaufen ist.

Sie scheinen mit Spaß bei der Sache zu sein…
Sebastian Sylvester: Das liegt vielleicht sogar an der etwas längeren Pause. Und es liegt an unserer Trainingsgruppe. Wir haben keine Quergeister, die ständig stören. Das tut dem Klima gut. Dazu versucht Karsten Röwer für gute Stimmung und Spaß zu sorgen. Der Trainer ist sogar schon beim Frühstück gut gelaunt, das ist manchmal schon zu viel des Guten.

Freuen Sie sich schon auf die Zeit nach dem Kampf, weil die Schinderei im Training dann wieder vorbei ist?
Sebastian Sylvester: Nein, das kann man eigentlich nicht sagen. Ich trainiere gerne. Es ist toll, das Leben als Sportler. Das einzige Manko ist, dass ich meine Familie während der Vorbereitung so selten sehe. Ich verbringe unter anderem gerne viel Zeit mit meiner zehnjährigen Tochter. Dazu bin ich jetzt fast seit einem Jahr verheiratet. Ich nehme das sehr bewusst wahr und finde die Ehe schön.

Eintrittskarten für die Boxveranstaltung am 7. Mai im Jahnsportforum Neubrandenburg sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.), bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet bei www.eventim.de und www.boxen.com erhältlich.

Tags:
boxen, Hurrikan, IBF-Weltmeister, Sebastian Sylvester
Datum:
Donnerstag, 28. April 2011, 16:01 Uhr
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