Weltmeister Marco Huck will es krachen lassen

Für den WBO-Weltmeister im Cruisergewicht Marco „Käpt´n“ Huck wird der 13. März ein ganz besonderer Tag. Das liegt nicht nur daran, dass ihm mit dem Amerikaner Adam Richards ein nicht zu unterschätzender Gegner im Ring gegenübersteht. Die Besonderheit für Huck: Zum ersten Mal bestreitet der 25-Jährige eine WM-Titelverteidigung in Berlin – also in der Stadt, in der er inzwischen lebt und normalerweise auch trainiert. Derzeit bereitet sich der Lokalmatador allerdings in den USA auf seinen Fight vor. Am Montag wird er wieder in Deutschland eintreffen…

Herr Huck, Sie bereiten sich zum ersten Mal in Ihrer Profilaufbahn in den USA auf einen Kampf vor. Warum ist das so? Wie würden Sie die Trainingsbedingungen beschreiben?
Marco Huck: Ich trainiere diesmal zum Teil in den USA, weil mein Teamkollege Arthur Abraham am 6. März in Palm Springs boxen sollte. Da sein Trainer Ulli Wegner auch mein Coach ist, war dies die einzige Möglichkeit, die Vorbereitung gemeinsam zu bewerkstelligen. Die Bedingungen, die wir in Kalifornien vorgefunden haben, sind schon recht gut. Aber es geht einfach nichts über die deutsche Qualität und Ordnung bei solchen Dingen. Insofern wären die Trainingsbedingungen in Deutschland sicher noch etwas besser gewesen.

In Palm Springs scheint das Wetter recht sonnig zu sein. Kann man sich da überhaupt auf das Training konzentrieren oder ist man geneigt, die schönen Seiten des Lebens zu genießen?
Marco Huck: Man muss sich auf das Training konzentrieren. Doch es stimmt, manchmal ist das nicht so einfach. Denn die Gegend hier ist wirklich schön und auch die Temperaturen sind angenehm. Aber auch als Weltmeister sollte man nicht vergessen, warum man hier ist. Der Erfolg steht im Vordergrund. Das ganze Trainingslager wäre nachher umsonst, wenn ich schlecht vorbereitet nach Deutschland zurückkommen und meinen Titel verlieren würde.

Wie ist das mit der Ernährung? Würden Sie sagen, Sie essen zurzeit andere Dinge als in Deutschland?
Marco Huck: Ich esse grundsätzlich sehr viel Rindfleisch und Nudeln, das ist auch in den USA so.

Könnten Sie sich vorstellen, öfter in den USA zu trainieren und auch dort zu boxen?
Marco Huck: Definitiv. In den Staaten zu trainieren, macht noch mehr Sinn, wenn ich auch in den USA boxen soll. Doch im Moment steht das nicht zur Debatte. Ich konzentriere mich auf den WM-Kampf gegen Adam Richards.

Ihr Gegner äußerste sich zuletzt sehr selbstbewusst. Von ihm war unter anderem zu hören, dass er Sie durch K.o. besiegen will. Spornen Sie solche Aussagen an?
Marco Huck: Das werden wir ja sehen. Ich bin gespannt, was er nach dem Kampf sagt.

Wie läuft die Sparringsphase bei Ihnen?
Marco Huck: Ich hatte in den USA immer zwei oder drei Sparringspartner. Ich bin inzwischen Weltmeister. Da ist klar, dass viele von den Jungs versuchen, sich gegen mich zu beweisen. Es ist gut, wenn ich im Sparring gefordert werde. Doch am Ende zeige ich schon ganz gerne, wer der Weltmeister ist.

Am 1. März werden Sie wieder in Deutschland erwartet. Nachdem Sie Anfang Januar in Berlin mit Ihrer Vorbereitung begannen, waren Sie dann zuletzt drei Wochen am Stück in den USA. Reicht es dann auch irgendwann?
Marco Huck: So eine Wettkampfvorbereitung ist immer eine sehr langfristige Sache. Erfolge muss man sich erarbeiten. Da fließt immer eine Menge Schweiß, bevor man in der Lage ist, eine gute Leistung zu bringen. Letztendlich verging die Zeit aber recht schnell. Und die Reise in die USA brachte noch einmal ein bisschen mehr Abwechslung und somit auch zusätzliche Motivation.

Was hat Ihnen denn in den USA am meisten außerhalb des Trainings gefallen?
Marco Huck: Wir waren kurz in Beverly Hills und in Hollywood. Da gab es eine Menge zu sehen. Und es sah für mich wirklich wie in den Fernsehserien und Filmen aus.

Wie wichtig ist es für Sie, am 13. März in der Berliner Max-Schmeling-Halle zu boxen?
Marco Huck: Das hat eine sehr große Bedeutung für mich. Ich stand schon einmal im Dezember 2005 in der Max-Schmeling-Halle im Ring. Das war damals ein denkwürdiger Boxabend. Ich selbst gewann im Rahmenprogramm gegen den starken Amerikaner Michael Simms. Und es gab einen WM-Kampf mit Nikolai Valuev. Sogar Muhammad Ali war damals im Publikum, um sich den Kampf seiner Tochter Laila gegen die Schwedin Aasa Sandell anzuschauen. Doch diesmal ist die Situation ganz anders. Als WBO-Weltmeister bin ich es, der den Hauptkampf des Abends bestreitet. Ich will das Berliner Publikum begeistern. Ich glaube, dass die Zuschauer einen guten Kampf zu sehen bekommen. Adam Richards ist, genau wie ich, sehr offensiv eingestellt. Da könnte es ganz schön krachen.

Eintrittskarten für die Boxgala in Berlin gibt es unter der Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) sowie online bei www.boxen.com und www.ticketcorner.com.

Tags:
boxen, Marco „Käpt´n“ Huck, WBO-Weltmeister im Cruisergewicht
Datum:
Freitag, 26. Februar 2010, 20:38 Uhr
Rivva:
Was sagen die anderen dazu?

Bilder aus Einträgen

Kostenlos zum Mitnehmen

Unsere Artikel, Einträge und die Kommentare können Sie per RSS-Feed abonnieren.

Durch einen Klick auf die Icon können Sie diese Seite mit den Nutzern des jeweiligen sozialen Netzwerkes teilen.

Verzeichnissoftware: easyLink V3, entwickelt von MountainGrafix | link4web ist Mitglied im Stadtmagazin für Wuerzburg | YouCard GmbH