Konzentration pur - Marco Huck

Nicht einmal mehr drei Wochen sind es, dann wird Marco Huck in der Arena Ludwigsburg gegen Ola Afolabi zu seiner ersten WM-Titelverteidigung in den Ring steigen. Die Vorbereitung des WBO-Weltmeisters läuft längst mit Volldampf. Doch um sich den letzten Feinschliff zu holen, bezog der 25-Jährige am Montag in Kienbaum, etwa 35 Kilometer von Berlin entfernt, Quartier. Das Trainingszentrum galt schon zu DDR-Zeiten als Medaillenschmiede. Heute bereiten sich inmitten der Mark Brandenburg Spitzensportler aus der ganzen Republik auf Wettkämpfe vor.

Hier, fernab von jeglichem Großstadttrubel, soll sich Huck die nötige Konzentration für den Kampf am 5. Dezember holen. Trainer Ulli Wegner liebt die Abgelegenheit des Bundesleistungszentrums. „Hier hat Marco optimale Bedingungen für den Rest seiner Vorbereitung. Er kann sich voll und ganz auf die Titelverteidigung in Ludwigsburg konzentrieren und seine Form in den Sparringseinheiten weiter stabilisieren“, so der Erfolgscoach über das Trainingslager im Brandenburgischen.

Das sieht auch „Käpt´n“ Huck so. „Ich weiß, was ich will“, so der Cruisergewichtler. „Mein Ziel ist es, meinen Titel gegen Afolabi zu verteidigen. Wenn ich den WM-Gürtel behalten will, muss ich mich in den nächsten zwei Wochen, bevor die Abreise nach Ludwigsburg ansteht, noch einmal richtig reinknien und zielstrebig in den Sparringseinheiten daran arbeiten, noch besser in Form zu kommen. Mit Ola Afolabi steht mir am 5. Dezember ein Herausforderer gegenüber, der mich mit aller Macht als Weltmeister entthronen will.“

Dass es Marco Huck ernst damit ist, seine Konzentration voll und ganz dem Training zu widmen, beweist auch die Tatsache, dass er sein Auto zu Hause gelassen hat. „Mein Vater hat mich ins Trainingslager gefahren und den Wagen gleich wieder mitgenommen. Das haben wir auch im August vor dem Titelgewinn gegen Victor Emilio Ramirez so gemacht. Und es hat sich bewährt. Ich will nicht an den Abenden mit dem Auto durch die Gegend fahren, sondern trainieren“, erzählt Huck

Der WBO-Weltmeister ist sich sicher: „Wenn ich mich konzentriert vorbereite und hart an mir arbeite, bin ich in der Lage, jeden auf der Welt zu schlagen. Das hat der letzte Kampf bewiesen und so soll es auch weitergehen.“ Dennoch, einfach wird es gegen Afolabi nicht. Denn der in Großbritannien geborene Interims-Champion, der im US-Bundesstaat Kalifornien lebt und trainiert, kommt mit reichlich Selbstbewusstsein nach Deutschland. Zuletzt knockte er am 14. März den früheren WBO-Weltmeister Enzo Maccarinelli (Wales) in der neunten Runde aus.

Eintrittskarten für die Boxgala Ludwigsburg gibt es unter der Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und online unter www.boxen.com und www.ticketcorner.com.

Tags:
boxen, Marco Huck, Ola Afolabi, Weltmeister
Datum:
Mittwoch, 18. November 2009, 00:27 Uhr
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