Hamsterkäufe von Glühlampen ökonomisch und ökologisch unsinnig

In der vergangenen Woche haben mehrere Medien über Hamsterkäufe von Glühbirnen berichtet. Grund: Ab September dieses Jahres werden keine 100-Watt-Modelle mehr im Handel angeboten, und bis Ende 2012 wird es überhaupt keine Glühlampen mehr im Verkauf geben. Das von der Europäischen Union initiierte Verbot sei richtig, sagen die Umweltministerien. "Es gibt keinen vernünftigen Grund, weiterhin konventionelle Glühlampen zu benutzen, denn Energiesparlampen sparen Geld und sind mittlerweile in vielen Formen und warmen Lichtfarben erhältlich. Technische Probleme, wie etwa lange Aufwärmphasen, gehören bei Qualitätslampen der Vergangenheit an."

Eine 100-Watt-Glühlampe verbraucht während ihrer Lebenszeit eintausend Kilowattstunden Strom, die rund 200 Euro kosten. Eine vergleichbar helle Energiesparlampe (20 Watt) verbraucht in der gleichen Zeit nur 160 Kilowattstunden für rund 30 Euro. Der höhere Anschaffungspreis der Energiesparlampe amortisiert sich also schnell.

Energiesparlampen sparen nicht nur Geld, sondern auch enorme Mengen des Treibhausgases CO2. "Das Auswechseln alter Glühlampen ist daher die einfachste und kostengünstige Art, sich für mehr Klimaschutz in unserer Stadt einzusetzen", betont Rottmann. "Bei aller Nostalgie: Die Glühbirne ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, sie erzeugt mehr Wärme als Licht. Wir konnten uns auch irgendwann von der Dampflok trennen und fahren jetzt ICE."

Tags:
glühlampen, hamsterkäufe, verbot
Datum:
Mittwoch, 13. Mai 2009, 13:18 Uhr
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